BWL
Im Kontrast zur Volkswirtschaftslehre befasst sich die Betriebswirtschaftslehre nicht mit den wirtschaftlichen Abläufen innerhalb einer ganzen Nationalökonomie, sondern beschäftigt sich ausschließlich mit den Prozessen eines einzelnen Unternehmens. Aus diesem Grund spielen hier Bereiche, wie zum Beispiel Controlling, Public Relations, Marketing oder Qualitätsmanagement, eine zentrale Rolle. Die BWL versucht also nicht nur die wirtschaftlichen Zusammenhänge zu beschreiben und zu erklären, sondern will zudem auch Lösungsansätze und Entscheidungshilfen für einzelne Unternehmen finden.
Im Zuge des noch immer nicht vollkommen abgeschlossenen Bologna-Prozesses dominiert mittlerweile auch im Bereich der Wirtschaftswissenschaften das mehrstufige Studienmodell. Wer bislang über keinen akademischen Grad verfügt, muss also zuerst ein Bachelor-Studium absolvieren, das im Wesentlichen der Vermittlung grundlegender Kenntnisse und Fähigkeiten dient. Im Anschluss daran kann man selbstverständlich ebenfalls seinen Master in BWL machen und sich für eine leitende Position auf Führungsebene qualifizieren. Hier erfreut sich der MBA besonders großer Popularität, denn als generalistisches Managementstudium führt dieser nicht nur zum ersehnten Master-Abschluss, sondern befähigt zusätzlich zur Ausübung leitender Managementpositionen.
Folglich ist es nicht verwunderlich, dass sich jedes Jahr zahllose Menschen für ein berufsbegleitendes BWL-Fernstudium entscheiden, denn schließlich bringt sie dieses ihrem Traum von einer Beförderung und einer satten Gehaltserhöhung deutlich näher. Natürlich ist es nach einem betriebswirtschaftlichen Master-Studium ebenfalls möglich, in die Forschung oder Lehre einzusteigen. Als ehemaliger Fernstudent kann man also durchaus auch wissenschaftlich arbeiten, sofern man seinen Master mit der entsprechenden Note abgeschlossen hat.